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Die wachsende Weltbevölkerung bedingt einen zunehmenden Bedarf an Nahrungsmitteln – dies ist eine der großen Herausforderungen für die Gesellschaft. Hauptanliegen dieses Projektes ist es, Lebensmittelverluste und -abfälle zu verringern, um so Rohstoffe, Energie und Wasser effizienter zu nutzen. Auf diese Weise können mehr Lebensmittelabfälle aus der gleichen Rohstoffmenge gewonnen werden.

Dies ist einer von vielen möglichen Lösungsansätzen, um die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen. Der Supreme Council for Science and Technology (SCST) ist die ranghöchste politikgestaltende Institution für Wissenschaft, Technologie und Innovation in der Türkei und unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Entscheidungsträger für nationale Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitik. Beim 22. Treffen des SCST wurden Energie, Wasser und Lebensmittel als wichtigste Aspekte für die nationale Forschung und Entwicklung festgelegt. Es wurden für jedes Thema Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsstrategien festgelegt. Danach ist eines der wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsziele die Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen sowie der nachhaltige Gebrauch von Wasser und Energie (s. „National Food R&D and Innovation Strategy“). Die Generaldirektion für landwirtschaftliche Forschung und Politik ist das Forschungszentrum des türkischen Ministeriums für Landwirtschaft und Nutztierhaltung und erstellt alle fünf Jahre Forschungs-Masterpläne. Die Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen ist auch hierbei eins der wichtigsten Forschungsthemen.

SUSFOOD (Sustainable Food Production and Consumption) ist ein Era-Net aus dem siebten EU-Rahmenprogramm, welches ein strategisches Forschungsprogramm entwickelt hat. Einer der acht Hauptforschungsaspekte dieses Programms beinhaltet die Überarbeitung von Nutzungsprozessen sowie den Umgang mit Abfällen und Nebenprodukten zur Erhöhung der Ressourceneffizienz und des Mehrwertes von Lebensmittelprodukten, -produktion und -verarbeitung. Das Thema der Lebensmittelverluste und -abfälle ist lange Zeit nicht berücksichtigt worden, aber angesichts des Hungers in der Welt stehen Lebensmittelverluste und -abfälle heute ganz oben auf der Agenda. Zum einen wird bis 2050 eine Zunahme
des Lebensmittelbedarfs um 40 – 70 % erwartet. Andererseits wandert etwa ein Drittel der Nahrungsmittel weltweit auf den Müll – nach Angaben der FAO etwa 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Über 40 % der Lebensmittelverluste erfolgen in Entwicklungsländern nach der Ernte und während der Verarbeitung. Das Projekt Foodward hat folgende Schwerpunkte:

• Untersuchung der Zusammensetzung von Lebensmittelverlusten und -abfällen in der Türkei, Italien, Deutschland und Slowenien

• Quantifizierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen im Bereich Milch, Fleisch und Konserven

• Training von technischen Mitarbeitern in der Lebensmittelindustrie

• Bewusstsein für Abfälle und Verluste schaffen

• Lebensmittelverluste und -abfälle reduzieren und den Grundstein für eine nachhaltige Lebensmittelzukunft legen Besonders in Entwicklungsländern werden viele Lebensmittelverluste am Anfang der Wertschöpfungskette verzeichnet.

Eine besonders große Rolle spielen deshalb die Reduzierung von Ernteverlusten und Verlusten während der Verarbeitung sowie die Entwicklung von Infrastrukturen und geeigneten Technologien für den Transport von Lebensmitteln, die es ermöglichen Verluste gering zu halten. Lebensmittelverluste und -abfälle sind in erster Linie als Verminderung des Nahrungsangebotes für die Armen und Hungernden zu sehen. Ein knappes Nahrungsangebot führt gleichzeitig zu höheren Preisen und dies wiederum zu einem noch geringeren Nahrungsangebot.

Das Komitee für weltweite Lebensmittelsicherheit (CFS) hat bei seiner 39. Sitzung im Oktober 2012 den Expertenausschuss (HPLE) gebeten eine Studie bezüglich Lebensmittelverlusten und -abfällen im Rahmen einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung durchzuführen, welche 2014 im Plenum vorgestellt wurde. Gründe für Lebensmittelverluste und -abfälle sind jedoch sehr unterschiedlich und benötigen deshalb verschiedene Lösungsansätze. Die meisten Lebensmittelverluste sind auf biologisch-technische Gründe – einschließlich Aspekten der Lebensmittelsicherheit – zurückzuführen. Lebensmittelabfälle sind oft Folgen des persönlichen Verhaltens. Die Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen erscheint daher als herausragender Ansatz zur besseren
Ressourcennutzung und der Schlüssel zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung.

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